Korrosion
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Schutz vor Korrosion im Heizungsanlagenbau


Technische Regelsätze nach VDI:


Wie sich Schäden an Heizungsanlagen vermeiden lassen, 

die durch Korrosion oder Steinbildung entstehen können,

regelt die VDI- 2035 seit April 1996:

Richtlinienreihe VDI 2035 "Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen".


Sie richtet sich sowohl an Planer und Errichter als auch an Betreiber einer Heizungsanlage und beschreibt Maßnahmen zur Verhütung von Korrosion und Ablagerungen. Sie ist folgendermaßen untergliedert:


Blatt 1  Steinbildung in Trinkwassererwärmungs- und Warmwasser-Heizungsanlagen


Blatt 2  Wasserseitige Korrosion


Blatt 3  Abgasseitige Korrosion


Inhalte:


•Planungs- und Ausführungshinweise

•Anforderungen und Maßnahmen hinsichtlich der Wasserbeschaffenheit

•Anforderungen an die Werkstoffe und Werkstoffkombinationen

•Anforderungen und Maßnahmen hinsichtlich Installation und Betriebsweise.

•Hinweise auf die fachgerechte Konservierung stillgelegter Anlagen


Anwendungsbereiche:


direkt (mittels Heizkessel) und indirekt (mittels Umformer) beheizte geschlossene Heizungsanlagen mit Betriebstemperaturen bis maximal 100°.


Allgemeines:


Das Korrosionsverhalten einer Heizungsanlage wird durch die Eigenschaft der Werkstoffe und des Wärmeträgers (Heizungswassers), durch die Planung und Ausführung der Installation, durch die Verarbeitung der Werkstoffe und schließlich auch durch die Betriebsverhältnisse beeinflusst.


Des Weiteren haben  wasserchemische Parameter eine Auswirkung auf die Korrosion aber ebenso können  auch Mikroorganismen im Heizungswasser einen negativen Einfluss haben.


Die wichtigsten Neuerungen  der VDI- 2035  im Überblick:


Die zur Verfügung stehenden Wasserqualitäten sind zu berücksichtigen.


Erstinbetriebnahme:


Für jede Heizungsanlage ist bei der Erstinbetriebnahme und bei der Überprüfung ein Anlagenprotokoll zu erstellen. Der Inhalt dieses Protokolls wird im          Anhang der VDI- 2035 beschrieben. Die Protokolle sind aufzubewahren und stellen einen Teil des Anlagenbuchs dar.


Bei Erstinbetriebnahme ist die Heizungsanlage zumindest mit der zweifachen Menge des Anlageninhalts durchzuspülen.


Um die gleichmäßige Durchmischung des Heizungswassers mit den Inhibitoren zu erzielen, muss die Heizungsanlage 24 Stunden in Betrieb bleiben.


Altanlagen:


sind vor dem Befüllen chemisch zu reinigen und anschließend mit Wasser zu spülen.


Betrieb und Wartung:


Für die Durchführung der Überprüfung des Zustands des Heizungswassers liegt in der Verantwortung des Betreibers der Heizungsanlage verantwortlich,     dazu ist ein Anlagenbuch „Heizungswasser“ ist zu führen, um die Ergebnisse der Überprüfung und Wartung zu dokumentieren.


Schutzstoffe und Inhibitoren-Konzentration sind regelmäßig zu kontrollieren und zwar alle zwei Jahre.


Das Überprüfungsergebnis ist dem Betreiber bzw. Auftraggeber schriftlich innerhalb von vier Wochen mitzuteilen.




                   












































                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Autor:M.Wolff